15.04.2026
Fidan Krasniqi
Schulen müssen heute Räume schaffen, die mehr können als früher. Ein Klassenzimmer, eine Aula oder ein Mehrzweckraum wird oft nicht mehr nur für eine einzige Nutzung gebraucht. Unterricht, Gruppenarbeiten, Präsentationen, Prüfungen, Aufführungen, Betreuung oder Elternabende finden immer häufiger in denselben Flächen statt. Genau deshalb werden Schiebewände für Schulen und mobile Trennwände in Bildungseinrichtungen immer wichtiger.
Ein Raum ist aber nicht automatisch gut, nur weil er gross, offen oder modern wirkt. Entscheidend ist, ob er im Alltag funktioniert. Lässt er sich flexibel nutzen? Bleibt Sprache gut verständlich? Und kann man Flächen bei Bedarf sauber voneinander trennen? Gerade bei flexiblen Lernräumen in Schulen sind das zentrale Fragen. Die Pädagogische Hochschule St. Gallen weist selber darauf hin, dass Lernen heute flexibler, vernetzter und kooperativer geworden ist und dass Licht, Akustik, Materialien und Möblierung Lernprozesse unterstützen, aber auch behindern können.
Wie wichtig das in der Praxis ist, zeigt auch ein konkretes Projekt von Sager beim Bildungscampus Spenglerpark in Münchenstein. Dort wurde die Aula so geplant, dass sie für Versammlungen, Aufführungen, Prüfungen und Präsentationen genutzt werden kann. Eingebaut wurde eine mobile Schiebewand mit 19,8 Metern Länge und 3,3 Metern Höhe. Laut Sager schafft sie Offenheit und Verbindung, ermöglicht aber gleichzeitig eine präzise Trennung sowie eine verbesserte Akustik und Sprachverständlichkeit. Genau das zeigt sehr gut, worauf es bei solchen Lösungen ankommt: nicht nur auf Flexibilität, sondern auf eine Raumteilung, die im Betrieb wirklich funktioniert.
Gerade 2026 ist dieses Thema für Schulen besonders relevant. Viele Bildungseinrichtungen beschäftigen sich mit offeneren und flexibleren Lernformen. Das heisst aber nicht, dass offene Räume automatisch besser sind. Die PHSG beschreibt Schulraum ausdrücklich als pädagogischen Gestaltungsfaktor. Räume sollen gute Pädagogik unterstützen. Dafür braucht es nicht nur Offenheit, sondern auch eine Umgebung, in der Lernen, Austausch und Konzentration nebeneinander möglich sind. In der Praxis heisst das: Flexibilität funktioniert nur dann gut, wenn Akustik in Schulen und Zonierung von Anfang an mitgedacht werden.

Unterricht lebt von Sprache. Lehrpersonen erklären, stellen Fragen, geben Anweisungen und reagieren spontan auf Situationen im Raum. Wenn Sprache wegen Nachhall, Nebengeräuschen oder fehlender Abschirmung schlechter verständlich wird, steigt die Belastung sofort. Schülerinnen und Schüler müssen stärker zuhören, sich länger konzentrieren und Inhalte unter Umständen mehrfach erfassen.
Wie wichtig dieser Punkt ist, zeigt auch das Schweizer Merkblatt Akustik im Schulzimmer. Dort wird festgehalten, dass in besetzten Schulräumen eine gute Sprachverständlichkeit erreicht wird, wenn die Nachhallzeit zwischen 0,3 und 0,5 Sekunden liegt. Gleichzeitig wird erwähnt, dass für Schulräume eine maximale Nachhallzeit von 0,6 Sekunden massgebend ist. Das ist ein klarer Hinweis darauf, dass Raumakustik in Schulen nicht nur ein Nebenthema ist, sondern direkt mit der Verständlichkeit von Sprache zusammenhängt.
Auch die neue Schweizer SIA 181/1 Raumakustik macht deutlich, worum es geht. Dort steht, dass gute raumakustische Verhältnisse und wenig Hintergrundgeräusche allen helfen und besonders wichtig sind für Menschen mit erhöhtem Bedarf an Sprachverständlichkeit. Wer Schiebewände für Schulen plant, sollte deshalb nicht nur an die Raumteilung denken, sondern immer auch an die akustische Leistung.
In der Schweiz wird das Thema Raumakustik heute deutlich klarer gefasst als noch vor einigen Jahren. Die SIA 181/1 Raumakustik hält fest, dass sie Anforderungen an Nachhallzeit und Störgeräusche definiert. Gleichzeitig sagt sie aber auch, dass die darüber hinausgehende akustische Gestaltung der Räume genauso wichtig ist und in enger Zusammenarbeit von Akustik und Architekturfachleuten erarbeitet werden muss. Genau dieser Punkt ist für Schulen entscheidend. Es reicht nicht, einfach einzelne Kennwerte zu erfüllen. Der Raum muss am Ende im echten Schulalltag funktionieren.
Das gilt besonders für Aulen, Mehrzweckräume und flexible Lernlandschaften. Ein klassisches Schulzimmer hat andere Anforderungen als eine Aula mit Veranstaltungen, Prüfungen und Präsentationen. Und eine offene Lernzone braucht andere Lösungen als ein vollständig geschlossener Raum. Wer Bildungsräume plant, sollte deshalb nicht nur fragen, wie gross ein Raum sein muss, sondern auch, welche Situationen er akustisch tragen können soll. Wo wird gesprochen? Wo soll konzentriert gearbeitet werden? Wo laufen parallele Nutzungen? Und wie lässt sich ein Bereich bei Bedarf trennen? Genau an dieser Stelle zeigen mobile Trennwände für Schulen ihren praktischen Wert.
Ein häufiger Fehler ist die Annahme, dass offene Räume automatisch moderner und pädagogisch besser sind. Offenheit kann sinnvoll sein, aber nur dann, wenn sie kontrolliert nutzbar bleibt. Sobald Gespräche, Bewegungen und parallele Aktivitäten akustisch ständig mitlaufen, wird aus Offenheit schnell Unruhe. Die PHSG macht deutlich, dass Lernräume gute Pädagogik unterstützen sollen. Das gelingt nur, wenn Raum, Nutzung und Alltag zusammenpassen.
Ein weiterer Fehler ist, Flexibilität nur optisch zu verstehen. Ein Raum ist nicht schon dann flexibel, wenn er grosszügig aussieht oder wenn man Möbel verschieben kann. Echte Flexibilität entsteht erst dann, wenn ein Raum mehrere Nutzungen zuverlässig aufnehmen kann. Das Beispiel Bildungscampus Spenglerpark zeigt genau das. Dort wird die Aula nicht einfach offen gelassen, sondern mit einer mobilen Schiebewand so zoniert, dass bei Bedarf eine präzise Trennung möglich ist und die akustische Qualität erhalten bleibt.
Ein dritter Fehler ist, Sprachverständlichkeit nicht ausdrücklich zu priorisieren. Gerade in Schulen müsste sie eigentlich ganz oben stehen. Wenn Sprache nicht klar ankommt, leidet automatisch auch die Qualität von Unterricht, Gruppenarbeit, Präsentationen und Prüfungen. Das Schweizer Merkblatt Akustik im Schulzimmer zeigt das sehr konkret, weil es die Nachhallzeit direkt mit guter Sprachverständlichkeit verbindet.
Schulen müssen heute wirtschaftlich, flexibel und langfristig planen. Raumprogramme verändern sich, Unterrichtsformen entwickeln sich weiter und Mehrfachnutzungen nehmen zu. Genau deshalb gewinnen mobile Trennwände für Schulen, Schiebewände für Klassenzimmer und Schiebewände für Aulen an Bedeutung. Sie ermöglichen eine flexible Raumteilung, ohne dass die Grundstruktur des Gebäudes jedes Mal baulich angepasst werden muss.
Gerade in Aulen und Mehrzweckräumen zeigt sich der Vorteil besonders deutlich. Wenn derselbe Raum für Prüfungen, Vorträge, Aufführungen oder interne Veranstaltungen genutzt wird, braucht es Lösungen, die schnell zwischen Offenheit und Trennung wechseln können. Das Referenzprojekt von Sager in Münchenstein ist dafür ein gutes Beispiel. Dort wird ausdrücklich beschrieben, dass die mobile Schiebewand eine flexible Raumaufteilung für Veranstaltungen und Prüfungen ermöglicht, klare Zonierung bei parallelen Aktivitäten schafft und gleichzeitig die Akustik sowie die Sprachverständlichkeit verbessert.

Schulräume müssen heute mehr können als nur Platz bieten. Sie sollen Unterricht ermöglichen, Sprache verständlich tragen, Rückzug schaffen und gleichzeitig verschiedene Nutzungen zulassen. Genau deshalb sind Schiebewände für Schulen weit mehr als nur ein praktisches Trennelement. Sie sind ein wichtiges Werkzeug, um flexible Lernräume, Aulen und Mehrzweckräume in Schulen funktional und akustisch überzeugend zu gestalten.
Wer heute Schulräume plant, sollte nicht nur fragen, wie offen ein Raum sein soll. Wichtiger ist die Frage, wie gut er sich steuern, zonieren und akustisch nutzen lässt. Erst dann entsteht ein Raum, der im Alltag wirklich funktioniert. Projekte wie der Bildungscampus Spenglerpark und die Anforderungen aus der SIA 181/1 zeigen gut, dass genau diese Verbindung aus Flexibilität, Raumteilung und Akustik heute zu den wichtigsten Qualitätsmerkmalen im Bildungsbau gehört.
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