Veröffentlicht am

24.04.2026

Autor

Fidan Krasniqi

Open Space Büro 2026: Warum Akustik und Zonierung über Produktivität entscheiden

Das Open Space Büro steht 2026 nicht vor dem Aus. Aber es steht vor einer entscheidenden Veränderung.

Offene Büroflächen sind nicht plötzlich schlecht. Sie erfüllen heute einfach eine andere Aufgabe als früher. In der Schweiz ist das Büro längst nicht mehr nur der Ort, an dem alle Mitarbeitenden täglich am selben Platz sitzen und dieselbe Art von Arbeit erledigen. Es ist Teil einer hybriden Arbeitswelt geworden. Menschen wechseln je nach Aufgabe, Projekt, Team und Woche zwischen Homeoffice und Präsenz.

Diese Entwicklung lässt sich auch mit Schweizer Zahlen belegen. Laut der SECO Studie zur Arbeitsgestaltung im Homeoffice arbeiteten 2024 in der Schweiz 36.9 Prozent der Erwerbstätigen gelegentlich bis vorwiegend im Homeoffice. Auch das Bundesamt für Statistik zum Arbeitsort und zur Telearbeit führt Heimarbeit und Telearbeit als festen Bestandteil der heutigen Arbeitswelt.

Für Unternehmen bedeutet das: Büroflächen müssen nicht einfach kleiner werden. Sie müssen besser funktionieren.

Denn wenn Mitarbeitende nicht mehr automatisch jeden Tag ins Büro kommen, muss der Besuch vor Ort einen klaren Mehrwert bieten. Das Büro muss Zusammenarbeit ermöglichen, Austausch fördern und Zugehörigkeit schaffen. Gleichzeitig muss es aber auch ruhige Bedingungen für konzentriertes Arbeiten bieten.

Genau hier beginnen die Probleme vieler Grossraumbüros.

Das eigentliche Problem ist nicht die Offenheit. Das eigentliche Problem ist fehlende Zonierung. Viele Büroflächen wurden grosszügig, transparent und flexibel geplant, aber nicht konsequent auf unterschiedliche Arbeitsweisen ausgelegt. Calls, spontane Gespräche, Meetings, konzentrierte Einzelarbeit und Teamarbeit finden dann alle in derselben offenen Fläche statt.

Auf dem Grundriss sieht das effizient aus. Im Alltag fühlt es sich oft laut, unruhig und anstrengend an.

Schlechte Akustik kostet mehr, als man auf den ersten Blick sieht

Lärm im Büro ist kein kleines Komfortthema. Er beeinflusst direkt, wie gut Menschen arbeiten können.

Wer ständig Gespräche mithört, Bewegungen im Augenwinkel wahrnimmt oder keine ruhige Zone für fokussierte Aufgaben findet, verliert Konzentration. Das passiert nicht einmal am Tag, sondern immer wieder. Genau diese vielen kleinen Unterbrechungen machen offene Büroflächen für viele Mitarbeitende belastend.

Auch Schweizer Fachstellen behandeln Lärm am Arbeitsplatz nicht als Nebensache. Die Suva Informationen zu Lärm am Arbeitsplatz zeigen, dass Lärmbelastung im Betrieb beurteilt und mit passenden Massnahmen reduziert werden soll. Das Suva Merkblatt zu akustischen Grenz und Richtwerten enthält zudem raumakustische Richtwerte für verschiedene Arbeitsräume, darunter auch Büro und Labor.

Für Unternehmen ist das ein wichtiger Punkt. Eine schlechte Raumakustik wirkt sich nicht nur auf das Wohlbefinden aus. Sie beeinflusst auch, ob Mitarbeitende das Büro überhaupt als produktiven Arbeitsort wahrnehmen.

Gerade in einer hybriden Arbeitswelt stellen sich viele unausgesprochen dieselbe Frage:

Warum soll ich für konzentrierte Arbeit ins Büro kommen, wenn ich zuhause ruhiger arbeiten kann?

Diese Frage ist gefährlich. Wenn das Büro nur noch als lauter Treffpunkt für Meetings wahrgenommen wird, verliert es Schritt für Schritt an Wert.

Warum viele Open Space Konzepte im Alltag nicht funktionieren

Ein häufiger Fehler ist die Annahme, dass Offenheit automatisch modern ist.

Natürlich wirken helle, transparente und grosszügige Flächen attraktiv. Sie vermitteln Weite, Bewegung und Offenheit. Doch ohne akustisches Konzept kippt genau diese Offenheit schnell in Unruhe.

Ein gutes Büro braucht heute nicht nur schöne Sichtbeziehungen. Es braucht klar erkennbare Bereiche für verschiedene Nutzungen. Mitarbeitende müssen spüren, wo Austausch erwünscht ist, wo ruhig gearbeitet wird, wo Calls stattfinden und wo Besprechungen hingehören.

Der zweite Fehler ist die Annahme, dass das Büro vor allem für Zusammenarbeit da ist.

Zusammenarbeit ist wichtig. Aber sie ist nicht die einzige Aufgabe im Büro. Viele Mitarbeitende kommen auch für fokussierte Einzelarbeit, für kurze Abstimmungen, für vertrauliche Gespräche oder für Aufgaben, bei denen sie zwar vor Ort sein möchten, aber trotzdem Ruhe brauchen.

Wer nur Meetingräume, Projektzonen und Loungeflächen plant, aber zu wenig Fokusbereiche vorsieht, plant an der Realität vorbei.

Der dritte Fehler betrifft Glas.

Glastrennwände werden oft nur optisch betrachtet. Sie sind hell, elegant und hochwertig. Das stimmt. Aber Glas allein löst kein Akustikproblem. Eine transparente Trennung kann Räume strukturieren und Tageslicht erhalten. Damit sie im Alltag wirklich funktioniert, muss sie Teil eines durchdachten Akustikkonzepts sein.

Transparent ist nicht automatisch ruhig.

Der vierte Fehler ist der Versuch, Raumprobleme mit Verhaltensregeln zu lösen.

Keine Calls am Arbeitsplatz. Leiser sprechen. Rücksicht nehmen. Solche Regeln können helfen. Aber sie ersetzen keine gute Raumplanung. Wenn es keine passenden Alternativen gibt, werden Regeln schnell mühsam. Gute Büroplanung sorgt dafür, dass das richtige Verhalten naheliegend ist.

Akustik ist auch ein Thema der Arbeitssicherheit

Bei Büroakustik geht es nicht nur darum, ob ein Raum angenehm klingt. Es geht auch um die Qualität der Arbeitsumgebung.

Die EKAS Prävention im Büro zeigt, dass Sicherheit und Gesundheit im Büro viele Bereiche betreffen, nicht nur klassische Unfallgefahren. Dazu gehören auch Ergonomie, Arbeitsumgebung und Belastungen im Alltag. Ergänzend behandelt die EKAS Wegleitung zu Lärm in der Arbeitsumgebung Themen wie Messung, Beurteilung und technische Massnahmen zur Lärmminderung.

Das ist für die Büroplanung wichtig. Denn ein Büro, das zwar schön aussieht, aber dauernd stört, erfüllt seine Aufgabe nicht. Es kann sogar dazu führen, dass Mitarbeitende den Arbeitsplatz meiden, obwohl das Unternehmen eigentlich mehr Präsenz und mehr Austausch fördern möchte.

Gute Akustik ist deshalb kein Luxus. Sie ist eine Grundvoraussetzung dafür, dass ein Open Space Büro überhaupt funktioniert.

Was im Open Space Büro 2026 wirklich zählt

Erfolgreiche Büroflächen werden künftig weder komplett offen noch komplett geschlossen sein. Sie werden gezielt zoniert.

Das bedeutet: Es gibt unterschiedliche Bereiche für unterschiedliche Arbeitsformen. Offene Zonen für Austausch. Ruhigere Zonen für konzentrierte Arbeit. Abgetrennte Bereiche für Gespräche. Flexible Räume für Workshops, Besprechungen oder Projektarbeit.

Eine mobile Trennwand im Büro ist dabei mehr als nur ein Bauelement. Sie ist ein Werkzeug, mit dem sich Räume an wechselnde Anforderungen anpassen lassen. Sager beschreibt mobile Trennwände, Glastrennwände und Akustiksysteme als flexible Lösungen für Büros, Schulen, Hotels und Veranstaltungsorte.

Gerade in hybriden Arbeitswelten ist diese Flexibilität entscheidend. An manchen Tagen sind viele Personen vor Ort. An anderen Tagen nur einzelne Teams. Manchmal braucht es eine offene Projektfläche, manchmal kleinere Besprechungsbereiche, manchmal einen ruhigen Rückzugsort.

Eine starre Bürofläche kann darauf kaum reagieren. Eine flexible Bürofläche schon.

Akustik und Zonierung müssen zusammen gedacht werden

Eine gute Raumakustik entsteht selten durch eine einzelne Massnahme. Es reicht nicht, irgendwo ein paar Paneele zu montieren oder einzelne Möbel als Trennung aufzustellen.

Wirksame Büroakustik entsteht aus dem Zusammenspiel von Raumstruktur, Materialien und Nutzung.

Dazu gehören schalldämmende Trennwände, absorbierende Decken und Wandflächen, klar platzierte Fokuszonen, Rückzugsräume für Telefonate, sinnvolle Abstände zwischen Arbeitsplätzen und eine gute Wegeführung.

Sager bietet dafür unter anderem schalldämmende Schiebetrennwände an. Die Systeme ermöglichen eine flexible Raumteilung und erreichen je nach Ausführung geprüften Schallschutz bis 57 dB RwP.

Für Bereiche, in denen vor allem Nachhall, Raumruhe und allgemeine Akustik verbessert werden sollen, können zusätzlich Akustikvorhänge und Akustikpaneele eingesetzt werden. Für spezifische Anwendungen bietet Sager auch Akustikpaneele sowie Akustikvorhänge an. Akustikvorhänge werden unter anderem für Büros, Gastronomie und Wohnräume beschrieben, um Nachhall und Lärm zu reduzieren.

Der Unterschied ist wichtig.

Eine einfache Trennung teilt nur den Raum.

Eine durchdachte Zonierung verbessert die Nutzung des Raums.

Flexible Räume sind in der hybriden Arbeitswelt ein Vorteil

Die Bürofläche von morgen muss mehr können als früher.

Ein Raum kann heute Workshopfläche sein. Morgen Besprechungsraum. Am nächsten Tag ruhige Arbeitszone. Genau dafür braucht es Lösungen, die sich anpassen lassen, ohne dass jedes Mal baulich eingegriffen werden muss.

Ein gutes Beispiel dafür ist das Projekt Gewerbezentrum Hohle Gasse connect in Immensee. Dort wurde eine mobile Schiebewand Typ 100 mit Glasausschnitten und integrierter Durchgangstür eingesetzt. Die Lösung trennt Bereiche funktional und erhält gleichzeitig visuelle Offenheit. Genau solche Anforderungen entstehen häufig in modernen Arbeitsumgebungen, in denen Arbeitsplätze, Meetings, Workshops und Events unter einem Dach stattfinden.

Solche Lösungen zeigen, worum es in modernen Büros wirklich geht. Es geht nicht darum, möglichst viele Arbeitsplätze in eine offene Fläche zu setzen. Es geht darum, Räume so zu gestalten, dass sie im Alltag funktionieren.

Gute Zonierung macht das Büro verständlicher

Ein gutes Open Space Büro ist nicht einfach offen. Es ist logisch aufgebaut.

Mitarbeitende sollen intuitiv verstehen, welcher Bereich für welche Nutzung gedacht ist. Wo darf gesprochen werden? Wo finden Calls statt? Wo wird ruhig gearbeitet? Wo ist Austausch erwünscht? Wo kann man sich zurückziehen?

Wenn diese Ordnung fehlt, entsteht Reibung. Nicht, weil Mitarbeitende keine Rücksicht nehmen wollen, sondern weil der Raum keine klare Antwort gibt.

Zonierung reduziert genau diese Reibung.

Sie schafft Orientierung. Sie schützt Fokusarbeit. Sie ermöglicht Zusammenarbeit. Sie verbessert die Aufenthaltsqualität. Und sie macht Büroflächen wirtschaftlicher nutzbar.

Gerade deshalb wird sie 2026 zu einem zentralen Thema in der Büroplanung.

Warum mobile Glastrennwände im Büro interessant sind

Viele Unternehmen möchten Offenheit nicht verlieren. Das ist verständlich. Niemand will zurück zu dunklen, abgeschlossenen Korridorbüros, wenn Zusammenarbeit, Licht und Transparenz wichtig sind.

Genau deshalb können mobile Glastrennwände eine interessante Lösung sein. Sie schaffen visuelle Offenheit, lassen Licht durch und helfen trotzdem, Flächen klarer zu strukturieren. Sager beschreibt die mobile Glasschiebewand G3000 beispielsweise als Lösung für transparente Raumgestaltung ohne Bodenschiene mit flexibler Nutzung.

Wichtig ist aber: Glas ersetzt kein ganzheitliches Akustikkonzept.

Wer Glas einsetzt, sollte immer prüfen, welche Wirkung auf Schallübertragung, Nachhall und Sprachverständlichkeit gewünscht ist. In vielen Fällen ist die Kombination aus Glas, schalldämmenden Elementen und absorbierenden Oberflächen die bessere Lösung als eine rein optische Trennung.

Das Büro der Zukunft ist nicht lauter, sondern klüger

Die wichtigste Frage lautet nicht mehr:

Wollen wir ein Open Space Büro?

Die bessere Frage lautet:

Welche Arbeit soll in diesem Raum gut möglich sein?

Wer diese Frage ehrlich beantwortet, merkt schnell: Eine einzige grosse offene Fläche reicht nicht aus. Das Büro muss heute Begegnung ermöglichen, Identität schaffen, Zusammenarbeit fördern und gleichzeitig konzentriertes Arbeiten unterstützen.

Das funktioniert nur mit klarer Zonierung und guter Akustik.

Offene Flächen bleiben wichtig. Aber Offenheit ohne Struktur wird schnell zum Nachteil. Unternehmen, die heute in bessere Raumakustik, flexible Trennlösungen und eine durchdachte Bürostruktur investieren, schaffen Räume, die nicht nur besser aussehen, sondern besser funktionieren.

Und genau das macht den Unterschied.

Fazit: Open Space funktioniert nur mit Struktur

Das Open Space Büro ist nicht gescheitert. Gescheitert sind Konzepte, die Offenheit mit guter Arbeitsumgebung verwechselt haben.

2026 braucht ein starkes Büro offene Bereiche für Austausch, ruhige Zonen für Fokusarbeit und flexible Trennlösungen, mit denen Räume je nach Nutzung angepasst werden können.

Mit mobilen Trennwänden, Glastrennwänden und Akustiksystemen lassen sich Büroflächen so gestalten, dass sie nicht nur modern wirken, sondern im Alltag wirklich funktionieren.

Denn Produktivität entsteht nicht durch möglichst viel offene Fläche.

Sie entsteht durch Räume, die zur Arbeit passen.