Veröffentlicht am

25.06.2026

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Sager Mobile System‑Wand AG

Schalldämmende Schiebewände einfach erklärt

Schalldämmende Schiebewände sind überall dort sinnvoll, wo Räume flexibel genutzt werden, aber trotzdem Ruhe, Konzentration und Vertraulichkeit wichtig bleiben. Das betrifft Büros, Sitzungszimmer, Schulen, Hotels, Konferenzräume, Pflegeheime, Gemeindesäle und Veranstaltungsflächen.

In der Schweiz werden Gebäude heute immer vielseitiger genutzt. Ein Sitzungszimmer ist am Morgen ein Besprechungsraum, am Nachmittag ein Workshop Raum und am Abend vielleicht ein Schulungsraum. Eine Aula wird für Prüfungen, Präsentationen, Elternabende und Veranstaltungen genutzt. Ein Hotel braucht Räume für Seminare, Bankette und kleinere Meetings. Genau deshalb reicht eine normale Trennung oft nicht aus. Die Wand muss flexibel sein, aber auch akustisch funktionieren.

Eine schalldämmende Schiebetrennwand verbindet diese zwei Anforderungen. Sie teilt Räume nur dann, wenn es nötig ist. Gleichzeitig reduziert sie die Schallübertragung zwischen den Bereichen.

Was bedeutet Schalldämmung überhaupt?

Schalldämmung bedeutet, dass möglichst wenig Schall von einem Raum in den anderen gelangt. Einfach gesagt: Was auf der einen Seite gesprochen, präsentiert oder abgespielt wird, soll auf der anderen Seite deutlich leiser ankommen.

Wichtig ist dabei der Unterschied zwischen Schalldämmung und Raumakustik.

Schalldämmung betrifft die Übertragung von Schall zwischen zwei Räumen.

Raumakustik betrifft den Klang innerhalb eines Raumes.

Ein Raum kann also eine gute Schalldämmung haben, aber trotzdem hallig wirken. Umgekehrt können Akustikpaneele den Nachhall im Raum verbessern, aber sie ersetzen keine schalldämmende Wand. Deshalb braucht es je nach Projekt beides: eine gute Trennung zwischen den Räumen und passende Akustikflächen im Raum selbst.

Mehr dazu finden Sie auch bei den Akustikvorhängen und Akustikpaneelen von Sager.

Wie funktionieren schalldämmende Schiebewände?

Eine schalldämmende Schiebewand funktioniert nicht durch ein einzelnes Bauteil. Die Wirkung entsteht durch das Zusammenspiel mehrerer Details. Genau hier liegt der Unterschied zwischen einer einfachen mobilen Trennwand und einer professionellen Schiebewand mit Schallschutz.

Der erste Punkt ist der Wandaufbau. Die einzelnen Elemente bestehen aus mehrschichtigen Materialien, die Schall bremsen und Masse in die Konstruktion bringen. Je besser dieser Aufbau geplant ist, desto stärker wird die Schallübertragung reduziert.

Der zweite Punkt sind die Dichtungen. Eine Wand kann noch so hochwertig sein, wenn Luftspalten offen bleiben, geht Schall durch. Deshalb sind die Anschlüsse zwischen den Elementen, zum Boden, zur Decke und zu den Seiten entscheidend. Professionelle Systeme arbeiten mit Druckbalken und Dichtungen, die beim Schliessen der Wand sauber anliegen.

Der dritte Punkt ist die Deckenschiene. Eine Schiebewand wird in der Regel oben geführt. Damit der Schall nicht über die Decke oder durch Hohlräume weiterwandert, braucht es eine saubere Abschottung. Gerade in modernen Bürogebäuden mit abgehängten Decken ist dieser Punkt sehr wichtig.

Der vierte Punkt sind die seitlichen Anschlüsse. Dort, wo die Schiebewand an eine feste Wand, eine Stütze oder eine Nische trifft, muss sorgfältig geplant werden. Kleine Lücken oder falsche Anschlüsse können die akustische Wirkung deutlich verschlechtern.

Der fünfte Punkt ist die Montage. Schalldämmung entsteht nicht nur auf dem Papier. Sie muss auf der Baustelle präzise umgesetzt werden. Deshalb ist eine fachgerechte Planung von Trennwandsystemen so wichtig.

Warum wird Schalldämmung in dB gemessen?

Die Schalldämmung wird in Dezibel angegeben, kurz dB. Je höher der Wert, desto besser reduziert die Wand den Schall.

Dabei ist wichtig: dB Werte sind nicht linear. Eine kleine Differenz auf dem Papier kann in der Praxis deutlich spürbar sein. Eine Wand mit 50 dB ist nicht einfach nur ein bisschen besser als eine Wand mit 40 dB. Der Unterschied kann im Alltag erheblich sein, besonders bei Sprache, Musik oder parallelen Nutzungen.

Bei mobilen Schiebewänden wird oft ein Laborwert angegeben. Dieser zeigt, was das System unter geprüften Bedingungen leisten kann. Auf der Baustelle hängt das Ergebnis zusätzlich von den Anschlüssen, der Decke, den flankierenden Bauteilen und der Montagequalität ab. Deshalb sollte man nicht nur auf die Zahl schauen, sondern auf das ganze System.

Welche Schalldämmung ist sinnvoll?

Die richtige Schalldämmung hängt immer von der Nutzung ab. Es gibt nicht einen einzigen Wert, der für alle Räume passt.

Für normale Büros sind oft Werte im Bereich von etwa 35 bis 45 dB sinnvoll. Das reicht für viele Arbeitssituationen, bei denen Gespräche reduziert, aber nicht zwingend vollständig vertraulich abgeschirmt werden müssen.

Für Sitzungszimmer sollte die Anforderung höher sein. Hier geht es oft um Besprechungen, Telefonkonferenzen, Kundentermine oder interne Entscheidungen. Werte zwischen etwa 40 und 50 dB sind in vielen Fällen sinnvoll.

Für Schulen sind etwa 40 bis 45 dB häufig ein guter Bereich. Entscheidend ist nicht nur die Lautstärke, sondern vor allem die Sprachverständlichkeit. Wenn zwei Gruppen parallel arbeiten, darf die eine Gruppe die andere nicht dauerhaft stören.

Für Konferenzräume, Hotels, Veranstaltungsräume oder hochwertige Besprechungszonen kann auch ein Schallschutz von über 50 dB notwendig sein. Das gilt besonders dann, wenn auf beiden Seiten gleichzeitig gesprochen, präsentiert oder gearbeitet wird.

Sager bietet mit schalldämmenden Schiebetrennwänden Lösungen mit geprüftem Schallschutz bis 57 dB. Solche Werte sind besonders interessant für Räume mit hohen Anforderungen an Ruhe, Vertraulichkeit oder parallele Nutzung.

Warum ist gute Akustik in Schweizer Gebäuden so wichtig?

Gute Akustik ist kein Luxus. Sie beeinflusst, wie angenehm ein Raum genutzt werden kann.

In Büros führt schlechte Akustik schnell zu Konzentrationsproblemen. Gespräche, Telefonate, Tastaturen, Drucker oder kurze Rückfragen können sich gegenseitig überlagern. Besonders in offenen Arbeitswelten ist das ein bekanntes Problem. Die Schweizer Arbeitswelt setzt immer stärker auf flexible Büroformen, hybride Arbeit und multifunktionale Flächen. Dadurch werden Rückzugsmöglichkeiten und akustisch gut geplante Zonen wichtiger.

Auch das SECO weist im Zusammenhang mit der Arbeitsumgebung darauf hin, dass Lärm und Vibrationen zu vermeiden oder zu bekämpfen sind und Schutzmassnahmen für Arbeitnehmende getroffen werden müssen: SECO Arbeitsumgebung

In Schulen ist Akustik ebenfalls zentral. Wenn Kinder, Jugendliche oder Lehrpersonen schlecht verstehen, was gesagt wird, wird Unterricht anstrengender. Besonders Gruppenarbeiten, Förderunterricht, Musik, Betreuung oder Prüfungen stellen unterschiedliche Anforderungen an denselben Raum.

In Hotels und Konferenzzentren geht es zusätzlich um Professionalität. Gäste erwarten, dass Seminare, Workshops und Veranstaltungen ungestört stattfinden. Eine flexible Raumteilung darf nicht dazu führen, dass Gespräche aus dem Nebenraum klar hörbar sind.

In Pflegeheimen, Gesundheitsbauten und öffentlichen Gebäuden geht es neben Ruhe auch um Würde und Privatsphäre. Gespräche sollen nicht ungewollt in andere Bereiche getragen werden.

Schalldämmung und Raumakustik: beides gehört zusammen

Ein häufiger Fehler ist, Schalldämmung und Raumakustik gleichzusetzen. Das führt in der Planung oft zu falschen Erwartungen.

Eine schalldämmende Schiebewand reduziert die Schallübertragung zwischen zwei Räumen. Sie sorgt also dafür, dass Geräusche nicht einfach durch die Trennung gehen.

Akustikoberflächen, Akustikpaneele oder perforierte Oberflächen verbessern hingegen den Klang innerhalb des Raumes. Sie reduzieren Nachhall und machen Sprache klarer verständlich.

Bei modernen Schiebewänden können solche Oberflächen teilweise direkt integriert werden. Perforierte oder geschlitzte Oberflächen helfen, den Raum angenehmer klingen zu lassen. Der eigentliche Schallschutz entsteht aber weiterhin durch den inneren Wandaufbau und die Dichtungen.

Wer also einen Schulungsraum, eine Aula oder ein Sitzungszimmer plant, sollte beide Fragen stellen:

Wie gut muss der Raum gegenüber dem Nachbarraum getrennt sein?

Und wie angenehm soll der Raum selbst klingen?

Erst die Kombination ergibt eine wirklich gute Lösung.

Typische Einsatzbereiche in der Schweiz

Schalldämmende Schiebewände werden in der Schweiz besonders häufig dort eingesetzt, wo Flächen teuer sind und Räume mehrfach genutzt werden müssen.

In Büros ermöglichen sie flexible Arbeitswelten. Aus einem grossen Raum werden bei Bedarf zwei kleinere Sitzungsräume. Oder ein offener Bereich wird für konzentriertes Arbeiten abgetrennt.

In Schulen und Hochschulen helfen sie, Lernräume, Aulen, Mehrzweckräume und Gruppenräume besser zu nutzen. Ein gutes Beispiel dafür ist der Bildungscampus Spenglerpark in Münchenstein, wo eine mobile Schiebewand in einer Aula eingesetzt wurde.

In Hotels und Konferenzzentren ermöglichen sie unterschiedliche Raumgrössen für Seminare, Tagungen, Bankette und Veranstaltungen. Räume lassen sich schneller an die Anzahl Personen und den Anlass anpassen.

In Sport und Trainingsräumen schaffen sie klare Zonen. Beim Projekt Taekwondo Gümligen bei Bern zeigt sich, wie paralleles Training in einem Raum möglich wird.

In Coworking Bereichen und Gewerbezentren unterstützen sie flexible Nutzungskonzepte. Ein Beispiel ist das Gewerbezentrum Hohle Gasse in Immensee, wo eine mobile Schiebewand mit Glasausschnitten und integrierter Durchgangstür eingesetzt wurde.

Worauf sollte man bei der Planung achten?

Die wichtigste Frage lautet nicht: Welche Wand hat den höchsten dB Wert?

Die wichtigste Frage lautet: Was muss der Raum im Alltag leisten?

Ein Sitzungszimmer für vertrauliche Gespräche braucht eine andere Lösung als ein Schulungsraum. Eine Aula mit Musik, Präsentationen und Prüfungen stellt andere Anforderungen als ein Hotelraum für Seminare. Ein Büro mit vielen kurzen Besprechungen braucht andere Zonen als ein Konferenzbereich für Kundentermine.

Darum sollte die Planung früh beginnen. Idealerweise wird die Schiebewand bereits in der Architekturphase berücksichtigt. Dann können Decke, Anschlüsse, Parkposition, Bedienung, Brandschutz, Oberflächen und Akustik sauber aufeinander abgestimmt werden.

Besonders wichtig sind diese Punkte:

  • Die gewünschte Nutzung der Räume
  • Der benötigte Schallschutz in dB
  • Die Decken und Anschlussdetails
  • Die Parkposition der Elemente
  • Die Bedienung im Alltag
  • Die Oberflächen und das Design
  • Die Kombination mit Raumakustik
  • Der Brandschutz, falls relevant
  • Die spätere Wartung und Nutzung

Wer diese Punkte erst spät klärt, riskiert Kompromisse. Wer sie früh plant, erhält eine Lösung, die nicht nur technisch funktioniert, sondern auch im Alltag einfach bedienbar bleibt.

Warum professionelle Montage entscheidend ist

Bei schalldämmenden Schiebewänden entscheidet die Montage stark über das Ergebnis. Schon kleine Ungenauigkeiten können die Schalldämmung schwächen. Ein Spalt am Boden, ein unsauberer Wandanschluss oder eine offene Deckenführung kann dazu führen, dass Schall einen Nebenweg findet.

Deshalb sollten Planung, Systemwahl und Montage zusammen gedacht werden. Eine hochwertige Schiebewand ist kein einzelnes Möbelstück, sondern Teil des Gebäudes. Sie muss präzise in die bauliche Situation integriert werden.

Gerade bei Umbauten in bestehenden Gebäuden ist Erfahrung wichtig. Nicht jede Decke, jeder Boden und jede Wand ist gleich. Darum lohnt sich eine sorgfältige Abklärung vor Ort.

Was bringt eine schalldämmende Schiebewand im Alltag?

Der grösste Vorteil ist die Verbindung von Flexibilität und Ruhe.

Ein Raum bleibt offen, wenn Grosszügigkeit gewünscht ist. Er wird getrennt, wenn unterschiedliche Nutzungen parallel stattfinden. Dadurch können Flächen besser genutzt werden, ohne feste Wände zu bauen.

Für Betreiber bedeutet das mehr Möglichkeiten pro Quadratmeter. Für Nutzer bedeutet es weniger Störung. Für Architekten bedeutet es mehr Gestaltungsfreiheit. Für Bauherren bedeutet es eine langfristig flexible Investition.

In einer Arbeitswelt, in der Räume immer häufiger wechseln müssen, ist genau diese Kombination entscheidend.

Fazit: Schalldämmende Schiebewände sind mehr als flexible Raumteiler

Schalldämmende Schiebewände sind keine einfache Trennlösung. Sie sind ein wichtiger Bestandteil moderner Raumkonzepte.

Sie helfen, Flächen flexibel zu nutzen, parallele Nutzungen zu ermöglichen und gleichzeitig Ruhe, Konzentration und Vertraulichkeit zu schaffen. Besonders in der Schweiz, wo Büroflächen, Schulräume, Hotels und öffentliche Gebäude effizient genutzt werden müssen, sind sie eine starke Lösung.

Entscheidend ist aber die richtige Planung. Der dB Wert allein reicht nicht aus. Wandaufbau, Dichtungen, Deckenschienen, Anschlüsse, Raumakustik und Montage müssen zusammenpassen.

Wer das sauber plant, erhält Räume, die offen bleiben, wenn Offenheit gebraucht wird, und ruhig werden, wenn Ruhe zählt.